
Ich hab mich mal umgesehen, was es an der Südtiroler Weinstraße so an Adventsaktionen gibt. Oh Mann, das sind ein paar zuviel! Jedes Dorf – auch die Stadt Bozen – wirbt mit Besinnlichkeit und vorweihnachtlicher Ruhe und verspricht…oft viel mehr, als man dann wirklich erleben kann. So ist der Winterwald in Eppan für mich eine „aus dem Boden gestampfte“ Aktion, die – äußerst kurfristig – organisiert wurde, weil eben alle etwas Vorweihnachtliches anbieten wollen. Da haben die Krippen von St. Pauls schon mehr Tradition, aber allzu oft würde ich da auch nicht mehr hingehen. Der Christkindlmarkt in Kaltern ist optisch ganz nett. Was hier auf jeden Fall fehlt, ist die Authentizität, die Atmosphäre, die es – laut anderen Aussagen – beim Sarner Alpenadvent in Sarnthein gibt, die also möglich ist. In Neumarkt ist die Lebende Krippe jedes Jahr wieder eine kleine Attraktion. Das Weihnachtsmarktl umrahmt die Vorstellung halt ein wenig.
Der Hammer ist die Stadt Bozen, die es zwar schafft, mit ihren Adventskonzerten einen ruhigen Akzent zu setzen, die aber mit ihrem Christkindlmarkt und Co., die Stadt mit Menschenmassen füllt. Von Ruhe kann da gar keine Rede sein. Aber alles übertrifft die Veranstaltung „Kastello -Gourmet Varietè Südtirol“ in Schloss Maretsch in Bozen, wo eine neu erfundene Art, Speisen zu genießen, samt Theater und Artistenaufführung den Menschen das Geld aus den eh schon dünnen Geldtaschen holen möchte. Ich muss schon sagen, Überangebot und manchmal auch Geschmacklosigkeit bringen mich wieder zurück nach Hause, wo Weihnachten eigentlich stattfinden sollte.
Wer sich trotzdem das eine oder andere ansehen möchte und eine Unterkunft sucht, kann hier nachschauen:




